Recovery Sicherung

Recovery Sicherung – Tägliche Sicherungen – Vorbeugung für Datenverluste und Datenrettung

Gegen Festplattenausfälle hilft eine regelmäßige, ausreichend häufige Datensicherung. Wenn man jedesmal ein anderes Sicherungsmedium für die Recovery Sicherung nimmt und die Medien anschließend möglichst lange aufbewahrt, hat man sich auch gegen die unauffälligen, „schleichenden“ Schäden geschützt. In Firmen ist es üblich, an jedem Arbeitstag ein Backup zu erstellen, von denen einige zehn Jahre lang aufbewahrt werden, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen.

Es wäre ein nahezu ideales Verfahren der Datensicherung, jeden Tag den gesamten Festplatteninhalt zu sichern und jedes Sicherungsmedium (mindestens) zehn Jahre lang aufzubewahren.

Jeden Datenträger aufzuheben würde allerdings 365 Datenträger pro Jahr erfordern. Das ist natürlich kaum praktikabel, der Aufwand ist sehr hoch, so wiegen z.B. (unverpackte) DVDs für 10 Jahre knapp 60kg. Wie kann man die Zahl der benötigten Datenträger verringern, ohne die Sicherheit wesentlich zu verringern bzw. um eine Recovery Sicherung zu gewährleisten?

Recovery Sicherung | datenrettung deutschland

Sicherung hochverfügbarer Systeme – Recovery einfach gemacht!

Für manche Anwendungen reicht es nicht aus, die Daten nur einmal täglich zu Recovery Sicherung. Stellen Sie sich das Chaos vor, wenn das weltweite Flug-Reservierungssystem ausfällt und alle Buchungen der letzten Stunden verloren sind! Für derartig kritische Anwendungen reicht nicht mal eine stündliche Sicherung. Es wäre absolut ideal, wenn jede Datei unmittelbar nach jeder Änderung gesichert wird. Alle diese „Schnappschüsse“ werden aufbewahrt. Dieses Verfahren heißt „Continuous Data Protection (CDP)“. Im Recovery-Fall kann der Zustand des Datenträgers auf jeden beliebigen Zeitpunkt zurückgesetzt werden.

Wenn Datenverluste von einigen Minuten zugelassen werden können, kann das „NCDP“-Verfahren verwendet werden. Near Continuous Data Protection sichert den Datenbestand über Recovery Sicherung in größeren Zeitabständen, beispielsweise stündlich oder alle fünf Minuten. Dazwischenliegende Zeitpunkte lassen sich nicht wiederherstellen, aber in vielen Fällen stört das nicht.

Beide Verfahren (CDP und NCP) erfordern allerdings einen gewaltigen Aufwand und sind für Privatanwender und die meisten Firmen nicht praktikabel. Deshalb beschränken wir die weiteren Betrachtungen auf eine maximal tägliche Recovery Sicherung.

Das Prinzip der Drei-Generationen-Sicherung – Datenrettung obsolet

Magnetbänder

Eine jahrzehntelang bewährtes Verfahren beruht auf dem „Drei-Generationen-Prinzip“, das oft auch als „Großvater-Vater-Sohn-Prinzip“ bezeichnet wird. Seit Jahrzehnten werden die Daten in den Rechenzentren der Welt nach diesem Prinzip auf Magnetbänder über Recovery Sicherung gesichert, auch heute noch.

Für die erste Generation verwenden Sie fünf bis sieben Bänder, für jeden Tag der Woche eins. Beschriften Sie diese mit „Montag“, „Dienstag“ usw. In jeder weiteren Woche kommen diese Bänder erneut zum Einsatz.

Der Freitag ist eine Ausnahme. Sie brauchen fünf Freitagsbänder, die Sie am Besten mit „Freitag 1. Woche“ usw. beschriften und einen Monat lang aufheben. Diese Bänder bilden die zweite Generation. Achten Sie darauf, dass am Freitag eine vollständige Recovery Sicherung erfolgt, an den anderen Tagen darf es auch eine inkrementelle oder differenzielle Sicherung sein.

Von jedem Monatsanfang wird eine Recovery Sicherung drei Monate lang oder – besser noch – für ein ganzes Jahr aufbewahrt. Dafür brauchen Sie drei oder zwölf Bänder. Dies ist die dritte Generation.

Vernünftigerweise bewahrt man das Band mit dem Jahresabschluss noch zehn Jahre auf, das wäre die vierte Generation.

Insgesamt benötigen Sie etwa zwanzig Bänder für das erste Jahr und eins für jedes Folgejahr. Berücksichtigt man den Verschleiß, werden pro Jahr vier weitere Bänder benötigt.

Optische Medien

Anstelle von Bändern können natürlich auch andere Sicherungsmedien verwendet werden, beispielsweise DVDs. Für die tägliche und wöchentliche Recovery Sicherung verwenden Sie zweckmäßigerweise mehrfach beschreibbare DVDs. Jedes Brennprogramm bietet einen Dateivergleich nach dem Brennen an. Nutzen Sie diese Funktion zumindest hin und wieder, um unzuverlässige DVD rechtzeitig aussondern zu können.

Für die Monats-CDs sollten Sie zu hochwertigeren einmal- oder mehrfach-beschreibbaren Scheiben greifen. Immerhin müssen diese Datenträger ein Jahr lang aufgehoben werden.

Für die järhrliche Recovery Sicherung sind hochwertige DVD-R mit UV-Schutz empfehlenswert. Wenn Ihr Brenner damit umgehen kann, sollten Sie zu DVD-RAM greifen. DVD-RAM haben die besten Fehlerkorrekturmechanismen und sind darüber hinaus die einzigen optischen Scheiben, für die in der Spezifikation eine Mindesthaltbarkeit gefordert ist: Sie müssen mindestens 30 Jahre haltbar sein.

Möglicherweise ist es ratsam, für die Monatssicherungen grundsätzlich einmal-beschreibbare Scheiben zu verwenden. Stellen Sie die geringen Preise für DVD-R ins Verhältnis zum Aufwand, die DVD-RW vor Gebrauch zu löschen. Für die Recovery Sicherung und die Langzeitlagerung ist es ohnehin besser, alle Monate aufzubewahren. Die Jahressicherungen können dann entfallen.

Die Abbildung zeigt eine typische Raid Recovery Sicherung.

Recovery | Recovery Raid

Es ist immer empfehlenswert, mindestens zwei verschiedene DVD-Fabrikate als Recovery Sicherung zu verwenden. So sind Sie selbst dann noch auf der sicheren Seite, wenn eine Charge einen versteckten Fehler hat und sämtliche DVDs einer Spindel nach einigen Monaten nicht mehr lesbar sind. Wenn Sie mehr als einen DVD-Brenner haben, sollten Sie hin und wieder den anderen Brenner verwenden. Vielleicht ist Ihr bevorzugter Brenner nicht mehr präzise justiert? Vielleicht produziert er seit Monaten DVDs, die außer ihm kein anderes Gerät lesen kann? Sie sollten von Zeit zu Zeit mit einer Ihrer DVDs ausprobieren, ob sie sich in einem anderen Laufwerk lesen lässt.

Ja, ich weiß, das ist paranoid. Aber wenn es um die Recovery Sicherung geht, sollte man wenigstens zeitweise ein wenig paranoid sein. Die Recovery Sicherung wird es ihnen danken.

 

Die Protokollierung – Nie wieder File Recovery?

Jede durchgeführte Recovery Sicherung sollte protokolliert werden. Das Protokoll sollte enthalten:

  • Datum, evtl. Uhrzeit
  • Bezeichnung des Datenträgers, sofern nicht offensichtlich
  • Art der Recovery Sicherung: Voll, differenziell oder inkrementell
  • Eventuelle Auffälligkeiten
  • Irgendeine Angabe, die einen Vergleich mit Vortagen ermöglicht, z. B. Anzahl der gesicherten Dateien, benötigte Zeit oder benötigter Speicherplatz. Wenn die Datensicherung funktioniert, sollten diese Zahlen allmählich wachsen, außer jemand hat „groß aufgeräumt“.

Welchen Sinn hat die Protokollierung? Die Antwort ist klar: Recovery Sicherung

  • Sie hilft dabei, Unregelmäßigkeiten zu entdecken. Recovery Sicherung.
  • Sie hilft Ihnen zu bestimmen, welche Dateiversionen auf welchem Datenträger sind. Das ist ganz besonders wichtig, wenn Sie die Datensicherung nicht täglich vornehmen.
  • Sie hilft Ihnen, die zu einer inkrementellen Sicherung zugehörige vorangehende Vollsicherung zu ermitteln.
  • Sie führt Ihnen selbst (und eventuell Ihrem Chef) vor Augen, wie zuverlässig Sie die Recovery Sicherung vornehmen.

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